Martial Arts Systematics als Kampfkunst

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Kampfkunst bei Herbert Dachs ist ein Mix aus Selbstverteidigungssystemen auf Basis der Martial Arts Systematics. Am besten man vergisst, was man bisher gelernt hat und beginnt neu.

Die Räumlichkeiten in der Eberhard Fuggerstraße 1 werden tagsüber zur Physiotherapie genutzt. Der Kampfkunst Sportraum ist hell und schön. Wir sind zu zweit zum ersten Mal im Probetraining bei Herbert Dachs und haben das Gefühl wirklich willkommen zu sein. Der Trainer ist bemüht und erklärt uns erst mal sein System.

Hier wird verbal aufgewärmt. Dann folgen erste einfache Schlagabwehrübungen aus der für mich neuen Grundstellung. Als Trainingspartnerinnen stehen die beiden anderen Frauen zur Verfügung. Alle heißen Doris, das macht es für den Trainer einfach. Die andere Doris ist schon länger dabei und trägt ein schwarzes Shirt mit Martial Arts Systematics Logo. Ihre Abwehren gegen meine Schläge funktionieren, solange ich mich an die Spielregeln halte.

Gegner umrunden

Die zweite Grundsäule der Selbstverteidigung ist nicht frontales Zugehen auf den Gegner sondern umrunden. Gegen Trainer Herbert Dachs hat man keine Chance – sein Selbstverteidigungssystem scheint zu funktionieren – wenn man es beherrscht.
Für mich ist das alles sehr ungewohnt, da es gegen meine sonstige Taktik spricht. Wer keine Vorkenntnisse mitbringt, tut sich beim Erlernen wahrscheinlich sogar leichter. Bei all den anderen Selbstverteidigungskursen war die Schutzstellung immer ähnlich. Beide Hände an den Kopf.
Zwischen all den Übungen gibt es immer wieder Erklärungen. Für mich sehr gut verständlich, für meine Trainingspartnerin, die keinerlei Vorkenntnisse hat, etwas verwirrend. Auch wesentlich weiterführende Techniken werden hier gestreift – bis hin zur Messerabwehr.

Trittabwehr erklärt uns Trainer Herbert auch noch. Bei ihm funktioniert sie – ich habe keine Chance, einen Schlag oder Treffer zu landen – er schon.

Zum Schluss der Stunde, nach verbaler Zusammenfassung des Gelernten, probieren wir es mit wechselnden Trainingspartnern aus. Man spürt deutlich die Unterschiede. Wie in allen Selbstverteidigungskursen kommt es auch hier auf die perfekt ausgeführten Techniken an. Jeder Winkel zählt. Wer in diesem Kurs nur ein schnelles Auffrischen von Techniken sucht oder glaubt mit ein paar Stunden ist man für die Verteidigung gerüstet, liegt falsch. Wer sich auspowern will, sollte sich danach eine Extraportion Fitnessstudio gönnen – auch dem O-Bus nachzulaufen satt einzusteigen soll helfen.

TIPPs:

Anfängertaugliches Selbstverteidigungstraining auch für ältere und untrainierte Personen.
Bequeme Trainingskleidung, Schuhe nicht notwendig, aber empfehlenswert.
Kosten: Für 50E pro Monat kann man 2x pro Woche trainieren.

Info von Herbert Dachs:

„Martial Arts Systematics ist ein österreichweiter Verband, den Andreas Brandstätter aus Graz gegründet hat. Die Kampfkunst bedient sich der Essenzen diverser Stile, arbeitet mit allen Distanzen, auch Boden, Waffen, Tritten, Schlägen, Ellbogen, Knie, Würfe etc. Im Vordergrund stehen taktisch richtiges Vorgehen, Kampfstrategie und Selbstverteidigung. Die Techniken sind vom waffenlosen Kampf bis zu diversen alten und modernen Waffen übertragbar. Wir unterrichten z.b. in Graz auch Polizeieinheiten wieder anders als Selbstverteidigung für jedermann aber die Prinzipien bleiben immer die selben.“