Parkour und Streetworkout Vorbereitung bei One Move

Hindernisse mit einem Salto überwinden oder sich kreativ über Bänke rollen – von Mauern springen und auf schmalen Gehsteigkanten perfekt landen – das können die Pakour- und Freerunner in ihren Videos und das kann man bei One Move lernen.

Was fast spielerisch aussieht, muss zuvor hunderte Male geübt werden. Beim Verein One Move wird in der Halle für den Outdooreinsatz geprobt. Auf Weichmatten, mit Kästen als Hindernisse und ganz am Anfang über Bänke rollen und springen – das macht Spaß und man sieht erste Erfolge ohne zu hohes Risiko.

Ich habe mir für das Probetraining den Sonntag Nachmittag ausgesucht in der Sporthalle Mitte. Um 15.00 Uhr geht es los. Ich habe mich mit Sophia Jankula verabredet, die das schon länger macht. Das Training lief als Art freies Training, doch die Stars der Szene helfen gerne bei Fragen und korrigieren sofort, wenn sie Fehler sehen. Auf der einen Seite hatten die Parkourrunner ihre Weichmatten und Hindernisse aufgebaut, auf der anderen Seite hatten die Steetworkout-Jungs Reckstangen und Ringe montiert und übten alle möglichen Handstandarten.

Während sich beim Parkour immer wieder Mädels darunter mischen (am Mittwoch gibt es in der VS Josefiau um 18.30 sogar ein Girls only) – scheint die Streetworkout Fraktion fest in männlicher Hand. Martin Dechet, einer der Streetworkout-Trainer, wundert sich selbst, da ja prinzipiell Mädels willkommen wären und Krafttraining für Bodystyling wichtig wäre. So wie die Jungs das machen, macht Krafttraining sogar Spaß! Da werden Figuren geübt, Handstandakrobatik und Reckturnen; Auch der Barren war aufgestellt. Man lernt durch zusehen, nachmachen, ausprobieren und die Profis fragen, wenn es nicht klappt. Man kann auch zwischen den Sportarten hin- und herwechseln.

Wer gerne Flips und Salti springt, ist bei den Parkourrunnern richtig. Wie echte Stuntprofis lassen sie sich von den hochaufgetürmten Matten in die niedrigeren fallen, springen über Kästen und landen allzuoft nicht so, wie es geplant war. Hier lernt man, wie man richtig fällt und abrollt. Übung macht den Meister. Die Matten sind weich – doch Ziel ist es, die Kunststücke später einmal im Freien zu wiederholen. Der Asphalt verzeiht dann keine Abrollfehler mehr.

Sophia probiert ein paar Flips, wechselt dann auf die Turnmatten und probiert ein paar Figuren am Reck, die später so auch bei Outdooreinsätzen im Lehener Park oder auch am Aerial Hoop funktionieren.

Ich bin ehrlich gesagt verwirrt von den Angeboten. Hab bei den Flips eigentlich keine Ahnung, was ich probieren könnte. Das was die Jungs zeigen – ist definitiv zu fortgeschritten. Da müsste man mit einfachen Sprüngen aufbauen. Bei den Streetworkout Jungs kann man auch als Anfänger mitmachen. Klimmzüge und diverse Hängefiguren und Aufzüge funktionieren. Ein paar Sachen versuche ich nachzumachen und scheitere meist auf halbem Weg. Die Jungs zeigen mir, wie man sich den Figuren annähert. Dennoch ist das Training für völlige Sportart-Neueinsteiger ohne Anleitung nicht so geeignet. Wer üben will und schon bei Einsteigerkursen von One Move dabei war, oder aus verwandten Sportarten wie Boden-oder Geräteturnen kommt, hat hier sicher seinen Spaß. Man kann hier auch pro Training zahlen. 10 E ist ein fairer Preis für Hallen- und Gerätenutzung. Alle weiteren Preise siehe www.onemove.at
Das Sonntag Nachmittag Training ist Jugendlichen ab 14 und Erwachsenen vorbehalten. Bei One Move gibt es aber Training für alle Altersklassen – auch für Kinder (ab 6).

Das untere Ende der Halle wird von den Jongleuren genutzt.

Tipps:

Outfit: Sportkleidung ohne harte Knöpfe oder Reißverschlüsse. Rutschfeste Socken.

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