Schlagabwehr bei Krav Maga in Ebenau

Krav Maga ist ein reines Selbstverteidigungstraining und da lässt Instructor Franz Schwaiger auch keinen Zweifel. Direkt rein und draufschlagen ist die Devise. Doch auch das will trainiert werden.

Krav Maga gilt als eines der effizientesten Selbtverteidigungssysteme, hilft Aggessionen zu bewältigen und baut auf natürlichen Reflexen auf. Kopf und Genitalien sind die Ziele des Angriffs.

Das Krav Maga Probetraining in der Volksschule in Ebenau ist unkompliziert vereinbart. Nach kurzem wenig anstrengendem Aufwärmen geht es gleich an die Techniken. Wie schützt man sich vor Schlägen, wie geht man in Schläge rein. Einfach, unkompliziert, direkt. Der Gegner schlägt mit weichen Schlagpolstern zu. Trotzdem ist es besser, die Hände möglichst schnell nach oben zu nehmen. Trainer Franz zeigt uns verschiedenste Versionen des gleichen Spiels. Immer wieder Schläge abwehren und dann Wechsel. Mein „Gegner“ heißt Stefan und erzählt mir, dass er aus Takewondo kommt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man seine schlagpolstergeschützten Schläge ohne Schutz nicht so einfach wegsteckt. Schützen und Überraschungseffekt zur Gegenwehr nutzen ist die Philosophie zur Gegenwehr. Klingt einfach ist gar nicht so einfach. Anfangs geht es ganz gut.

Schlagabwehr am Boden

Dann machen wir am Boden weiter. Auch hier wird geschlagen. Boden wäre eigentlich mein Revier, doch hier geht es um Schlagabwehr, etwas, das nicht zu meinem sportlichen Alltagsverhalten zählt. Mittlerweile merke ich auch, dass Kondition bei Krav Maga durchaus eine Rolle spielt.

Wir üben Schlagtechnik, boxen mit Boxhandschuhen – aber nur kontrolliert jeweils einer. Hier soll die Schlaghärte trainiert werden. Was bei meinem „Gegner“ sehr elegant und mit Power gelingt, ist bei mir noch sehr steif und bei weitem nicht so effizient. Man erkennt sofort die Defizite.

Im letzten Teil des Trainings geht es noch um Auspowern. Zuerst am Boden, dann im Stand. Immer draufhauen. Ich geb zu, das macht Spaß. Und zu Ende des Trainings habe ich auch das Gefühl etwas getan zu haben und bin außer Puste.

Trainer Franz Schwaiger versteht es Selbstverteidigung freundlich und mit Spaßfaktor zu unterrichten und doch die Ernsthaftigkeit der Selbstverteidigung auf den Punkt zu bringen. Sehr empfehlenswert, für alle, die überlegen, ein Selbstverteidigungstraining zu beginnen. Natürlich kommt es auch immer darauf an, wer der Trainingspartner ist. Partnerwechsel während des Trainings wurden hier nicht gemacht.

Tipps:

Kleidung: Sportkleidung ohne Knöpfe und Reißverschlüsse, ev. Sportschuhe und Knieschützer. Je nach Trainingsintensität Zahnschutz und ev. eigene Boxhandschuhe, für Männer Suspensorium.

Kosten:

Es gibt immer wieder Spezialtrainings (z.B. Boden am 28. Mai um 35 Euro) , reine Frauenselbstverteidigungskurse

Hauptkurs:   40 Euro Euro pro Monat oder 90 Euro Zehnerblock
hier werden auch my clubs cards akzeptiert!